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Dorfwerkstatt und Förderverein planen gemeinsame Projekte. Dazu zählt auch ein Kreativmarkt im Museum. Und ein Café soll im kommenden Jahr öffnen.
Im Einsatz: Thomas Sill (rechts) und 15 weitere ehrenamtliche Helfer befreien die Bahngleise vor dem Museumsgebäude von Wildwuchs. © Stefan Lyrath Porta Westfalica-Kleinenbremen. Die Kleinenbremer Dorfwerkstatt und der neue Förderverein von Besucher-Bergwerk und Museum planen mehrere gemeinsame Aktionen. Die erste liegt bereits hinter den freiwilligen Helfern: 16 Ehrenamtliche haben jetzt einen Teil der Bahngleise vor dem Museumsgebäude an der Rintelner Straße vom Wildwuchs befreit. Um die Schienen vollständig freizulegen, werden allerdings noch weitere Arbeitseinsätze nötig sein. Museumsexponate müssen ausgelagert werden Das ist aber noch nicht alles. Gefragt sind die Helfer auch bei den Vorbereitungen zum geplanten Umbau des Gebäudes. „Vor dem Beginn der Arbeiten müssen Exponate des Museums und Mobiliar ausgelagert werden“, erklärt Thomas Sill, der in der Dorfwerkstatt die Gruppe „Besucherbergwerk-Dorf“ leitet. Geplant ist dies für kommendes Jahr, voraussichtlich vor den Sommerferien. Für die Lagerung der Sachen sucht Thomas Sill, Telefon (01 70) 55 98 256, zurzeit nach Flächen, die mit Hubwagen befahrbar sind. Dies könne zum Beispiel eine Halle mit Betonboden sein - oder Teile davon. Wie berichtet, soll das Museum für rund zehn Millionen Euro umgebaut und modernisiert werden. „Ein starkes Zeichen der Dorfwerkstatt“, lobt Dietmar Lehmann Es gibt noch ein weiteres Projekt: Aktive der Dorfwerkstatt-Gruppe und des Fördervereins wollen sich außerdem um die Ausrichtung des Kreativmarktes im Museum kümmern. Die Veranstaltung, zuletzt am selben Wochenende wie der Dorfmarkt, ist in diesem Jahr ausgefallen, soll aber 2026 wieder stattfinden. Thomas Sill sieht die Projektgruppe der Dorfwerkstatt bei „Nebenleistungen“ in der Pflicht, die nicht in Förderanträgen abgedeckt seien und die Belegschaft von Besucher-Bergwerk und Museum überfordern. „Ein starkes Zeichen der Dorfwerkstatt, ich finde das klasse“, freut sich Dietmar Lehmann, der zweite Vorsitzende des Fördervereins „Glückauf Kleinenbremen“, über die Unterstützung. Café und digitales Dorfmuseum sollen 2026 öffnen Eine wichtige Rolle spielt bei all diesen Anstrengungen der Umbau des Müllerhauses von Hartings Wassermühle zu einem Dorfcafé, denn Gastronomie hat das Museum nicht zu bieten. Die Bauarbeiten laufen. Das geplante Café und auch ein digitales Dorfmuseum sollen bis Ende 2026 eröffnen. „Wir wollen uns öffnen - auch zur Dorfgemeinschaft hin“, weist Dietmar Lehmann, der ein halbes Jahr lang kommissarischer Geschäftsführer von Besucher-Bergwerk und Museum war, gleichzeitig auf die Bedeutung des Bergbaumuseums als „drittem Ort“ hin. Darunter versteht man Orte der Begegnung für möglichst viele Nutzergruppen - Orte, die vornehmlich für Freizeitaktivitäten genutzt werden und einen Ausgleich zu Beruf und Familie bieten sollen. Etwa 200 Menschen engagieren sich in zehn Projekten In Kleinenbremen tut sich was. Die Dorfwerkstatt (sieben Gruppen) hat sich vor zwei Jahren mit damals zunächst 80 Aktiven gegründet. Heute liegt die Zahl der Ehrenamtlichen bei 200 Menschen, die sich in zehn Projekten engagieren. „Viele im Dorf wollen etwas verändern“, stellt Angelika Heine fest, die sich sowohl in der Dorfwerkstatt als auch im Vorstand von ,,Glückauf Kleinenbremen“ aktiv ist. In diesem Förderverein wird ehrenamtliches Engagement ebenfalls groß geschrieben. Es gehe darum, „eine Brücke zwischen öffentlicher Förderung und bürgerschaftlichem Engagement zu schlagen“, hieß es bei der Vorstellung. Wichtig ist dabei die Zusammenarbeit mit dem Heimatverein, der auch hinter der Dorfwerkstatt steht. |
