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Mit 269 Ständen hat „Lütgenbremer Klüngel“ schon wieder einen neuen Rekord aufgestellt. Tausende von Besuchern machen den Großflohmarkt zu einer der größten Portaner Veranstaltungen.
Auf der Klüngelmeile gibt es fast alles zu kaufen - nur keine Neuware. © Stefan Lyrath Porta Westfalica-Kleinenbremen. Geschätzte 5.000 Besucher, 269 Stände - und mit diesen Zahlen eine der größten Portaner Veranstaltungen: Der „Lütgenbremer Klüngel“ hat sich selbst übertroffen. Bisher stand der Rekord bei rund 250 Ständen, aufgestellt im Jahr 2024. Nun gilt eine neue Bestmarke. Wer um ein Fazit zum „Klüngel“ gebeten wird, greift gern zu Superlativen. Wie es läuft? „Mega“, sagt beispielsweise Britta Fiedler aus Eisbergen, die mit einem Stand vertreten ist. „Herausragend“, bringt es Ulrike Müller von der Backgruppe des Kleinenbremer Heimatvereins auf den Punkt. „Super“, sagt Norbert Gerntrup vom Orga-Team des Tus Kleinenbremen, der den Großflohmarkt veranstaltet. „Das Dorf ist voll“, stellt er fest. Unter den Ausstellern sind viele Geflüchtete Gerntrup, der den Großflohmarkt zusammen mit Ralf Brüggemann organisiert, geht von „locker 5.000 Leuten“ aus und kommt zu dem Schluss: „Der Klüngel ist das zweitgrößte Portaner Fest nach dem Stadtfest.“ Kein Wunder, denn: „Hier kannst Du alles kaufen.“ Unter den Ausstellern seien auch viele Geflüchtete, die einen kleinen Stand hätten. „Ich finde, das ist gelebte Integration“, so Norbert Gerntrup. Obwohl es im Vergleich zu den letzten Tagen recht kühl gewesen sei, habe das die Besucher nicht abgehalten. Im Gegenteil: „Es gibt viele Leute, die den ganzen Tag auf dem Klüngel verbringen“, hat Gerntrup beobachtet. So geht Flohmarkt.
Ulrike Müller von der Backgruppe des Kleinenbremer Heimatvereins sorgt für Nachschub. - © Stefan Lyrath „Ich bin sehr zufrieden“, freut sich Britta Fiedler, die an ihrem Stand vor allem Kindersachen anbietet. „Ich habe etwa 70 Prozent verkauft“, schätzt sie bei Halbzeit. „Die ersten Leute standen schon um 7 Uhr vor meinem Stand, obwohl der Klüngel erst um 9 Uhr beginnt.“ Doris Lehmeier, eine Standbetreiberin aus Rinteln, hat ähnliche Erfahrungen gemacht. „Dieser Flohmarkt ist immer sehr gut besucht, die Leute sind nett, die Organisation sehr gut, es macht einfach nur Spaß“, fasst sie zusammen. Und woran liegt`s? Vermutlich daran, dass es in Kleinenbremen echten Trödel gibt, alte Sachen aus dem Keller oder vom Dachboden - aber fast keine Neuware. Hinzu kommt das besondere Ambiente: Die etwa einen Kilometer lange Klüngelmeile führt an alten Höfen vorbei, unter hohen Bäumen hindurch und verläuft teilweise im Schatten der imposanten Kirche. Außerdem ist der „Lütgenbremer Klüngel“ für seine familiäre Stimmung bekannt. „Die Leute sagen, dass es hier so gemütlich ist“, berichtet Walter Caselitz, der Vorsitzende des Heimatvereins. Unter den Ausstellern seien auch viele Geflüchtete, die einen kleinen Stand hätten. „Ich finde, das ist gelebte Integration“, so Norbert Gerntrup. Obwohl es im Vergleich zu den letzten Tagen recht kühl gewesen sei, habe das die Besucher nicht abgehalten. Im Gegenteil: „Es gibt viele Leute, die den ganzen Tag auf dem Klüngel verbringen“, hat Gerntrup beobachtet. So geht Flohmarkt.
Straßenmusik macht das Duo „Willi & Ich“. - © Stefan Lyrath Auch in diesem Jahr haben sich die Heimatfreunde mit einem Mahl- und Backtag beteiligt. Die Mönkhoffsche Wassermühle und das Meierhof-Backhaus sind geöffnet. Nach sechs Stunden vermeldet Ulrike Müller: „Es ist fast alles weg.“ Das heißt: 40 Bleche mit Butterkuchen, 30 große und 300 kleine Brote, haufenweise belegte Brötchen. „Das ist noch mehr als in den letzten Jahren“, so Ulrike Müller. Die Hobby-Müller haben gut zu tun Zum Glück lädt außerdem eine Caféteria in den Räumen der Grundschulbetreuung ein. Burger gibt es bei der Jugendfeuerwehr Kleinenbremen-Wülpke. Am Grill steht zeitweise Jens Grabbe, der Wehrführer von ganz Porta. An den Bratwurst- und Getränkebuden herrscht ebenfalls Gedränge. Gut zu tun haben auch Walter Caselitz und Eckhard Bruß, zwei Hobby-Müller des Heimatvereins, die an diesem Sonntag im Einsatz sind. „Ich stelle immer wieder fest, dass die Menschen an alter Mühlentechnik und auch der Mühlenhistorie sehr interessiert sind“, freut sich Caselitz. Für Ehrenamtliche wie ihn ist das der schönste Lohn. Beim Heimatverein sind etwa 20 freiwillige Helfer im Einsatz, beim TuS Kleinenbremen rund 30. |


