Unbekannte brechen Hebel ab und sprühen mit Forstfarbe unter anderem Hakenkreuze auf das schwere Gerät. Der Unternehmer hofft nun auf Zeugenhinweise.

Der Rückezug war mehrere Tage nicht im Einsatz und wurde in dieser Zeit von bislang unbekannten Tätern beschädigt. © privat

Porta Westfalica-Kleinenbremen. Bislang unbekannte Täter haben am Heineberg in Kleinenbremen eine Forstmaschine beschädigt und beschmiert. Dies geschah irgendwann zwischen vergangenem Mittwochabend und Montagmorgen, berichtet Axel Friedrich Pape Nolte, der dort mit seinem Unternehmen im Auftrag der Waldwirtschaftsgenossenschaft Jakobsberg im Einsatz ist. Er hofft auf Hinweise von Zeugen, die sich bei der Polizei melden können. Da zu den Schmierereien auch Hakenkreuze zählen, ermittelt wegen der Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole der Staatsschutz in Bielefeld. Auf eine MT-Anfrage zu dem Geschehen in Kleinenbremen gab es bis zum späten Montagnachmittag keine Rückmeldung aus Bielefeld.


Böse Überraschung am Montagmorgen

Die Sachbeschädigungen betreffen einen sogenannten Rückezug, der zum Transportieren und Sammeln gefällter Bäume eingesetzt wird. Als die Arbeiter am vergangenen Mittwoch Feierabend machten, blieb das schwere Gerät in dem Waldstück, das nicht weit von den Straßen Everdingsbrink und Saßmannsweg entfernt liegt, für einige Tagen ungenutzt stehen. Montagmorgen dann die böse Überraschung: Unbekannte hatten die Maschine mit Forstfarbe besprüht. Außerdem seien zwei Hebel und die Lüfter der Klimaanlage abgebrochen sowie ein Rückspiegel eingeschlagen worden, berichtet Pape Nolte. Die Farbe habe sich in der Maschine befunden.

Ein Bauwagen nebenan bleib unbeschädigt

Die Schmierereien seien inzwischen weitgehend entfernt worden, teilt der Unternehmer mit. Es handele sich um Forstfarbe auf Ökobasis, die zum Glück recht gut abgewaschen werden könne. Zudem habe die Reparatur der Schäden begonnen. Neben den Hakenkreuzen waren auf der Maschine auch Zahlen zu sehen, die auf die Postleitzahl von Löhne schließen lassen (584); zudem war „Gohfeld“, das ist ein Stadtteil Löhnes, aufgesprüht worden.
Der beinahe 20 Tonnen schwere Rückezug habe etwa 150 Meter von einem Haus entfernt gestanden, teilt Pape Nolte mit. Die Bewohner seien bereits befragt worden, hätten aber nichts Verdächtiges bemerkt. Ein Bauwagen in unmittelbarer Nähe der Maschine sei unbeschädigt geblieben. 


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