Rauchender Startschuss: 330 Sportler gingen 1990 beim Wesergebirgslauf auf die Strecke. Repro: MT Porta Westfalica (kül). 330 Teilnehmer, zwei Sieger vom anderen Ende der Welt und ein zufriedener Veranstalter: Der 16. Wesergebirgslauf des TuS Kleinenbremen war am 8. Juli 1990 ein besonderer in dessen mehr als 25-jährigen Geschichte. Die australischen Weltenbummler Ian Humphries und Susan Mahony hatte es eher zufällig nach Kleinenbremen verschlagen. Sie erwiesen sich als Athleten der Extraklasse und gewannen jeweils über die 15-Kilometer-Distanz, wie das MT damals berichtete. Zudem lobte der Autor den Lauf als „eine der attraktivsten heimischen Volkssportveranstaltungen“. Diese stieß allerdings auf wenig Interesse bei den übrigen Einwohnern des Dorfes. Für Egon Burzlaff sind die Wesergebirgsläufe schöne Erinnerungen. 25 Jahre leitete der heute 84-Jährige die Leichtathletik-Abteilung des TuS Kleinenbremen, in dieser Funktion rief er auch den Lauf durch das angrenzende Waldgelände ins Leben. Bis 1995 war Burzlaff Organisationschef, „dann habe ich alle meine Ämter abgegeben“. Danach habe es den Wettbewerb noch etwa fünf Jahre gegeben, sagt er. Mittlerweile ist nicht nur der Wesergebirgslauf verschwunden, sondern auch die Leichtathletik-Abteilung beim TuS stark geschrumpft. „Es ist eine schlimme Geschichte, dass das damals zu Ende gegangen ist“, erinnert sich Burzlaff wehmütig: „Das war mein Leben.“ Ganz abgemeldet ist die Leichtathletik in Kleinenbremen aber noch nicht: Zurzeit gibt es noch eine Lauf- und eine Walkinggruppe. Das ist aber kein Vergleich zu dem, was Burzlaff einst auf die Beine gestellt hat. „Wir hatten hier oben OWL- und Westfalenmeisterschaften und eine sehr aktive Gruppe“, erinnert sich der frühere Abteilungsleiter. Letztere hat auch dazu beigetragen, dass der 16. Wesergebirgslauf zum Erfolg wurde, der sogar internationale Teilnehmer anlockte. „Die Läufe waren immer eine Klasse-Geschichte“, sagt Burzlaff. Zum Herunterladen: |